BACKBONE BACK-STAGE

Integration, Messungen

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An dem Ausbau der Telekommunikationsnetze beteiligen sich mehrere Subjekte, von denen jedes für einen Aufgabenbereich zuständig ist. Ein Lieferant im Telekommunikationsbereich wird in der Regel als eine Einheit mit starken und großen Händen betrachtet. Zu ihren Hauptaufgaben gehören nämlich Transport und Montage von Technik auf Türme, Schornsteine, Dächer usw. mithilfe von Bergsteiger- und Manipulationstechnik. Solche Firma erledigt also die „schmutzige Arbeit“ und obwohl sie für ein gut funktionierendes Netz unentbehrlich ist, wird sie nicht als entscheidend betrachtet.

Wie sieht eigentlich das Endprodukt aus, das der Netzbetreiber verlangt? Als Netzbesitzer, der für den Netzbetrieb verantwortlich ist, verlangt er Folgendes: „Rechtzeitig und korrekt installierte Technologie gemäß der Standards des Betreibers, die den Endkunden perfekt dient und für einen guten Ruf des Netzbetreibers sorgt.“

So ein Produkt muss makellos funktionieren. Bei näherer Untersuchung stellt man fest, dass ein Lieferant viel mehr zu leisten hat, als bloß die Technik und die Antennen anzubringen. Er muss ebenfalls richtige Einstellung, Funktionsweise und Vollkommenheit des ganzen Systems prüfen. Nur so kann er sicher gehen, dass die Aufgabe perfekt erfüllt ist und das Produkt dem Betreiber überreicht werden kann.

So eine Überprüfung kann nicht mit bloßem Auge durchgeführt werden. Diese Aufgabe verlangt eine sehr genaue Messung mit speziellen Messgeräten, die nur höchst qualifizierte Mitarbeiter bedienen und auswerten können. Solche Mitarbeiter nennen wir CFE (Cellular Field Engineer).



Diese Spezialtechniker müssen so wie die Installationstechniker in der Höhe arbeiten können, mit Bergsteigerausrüstung ausgestattet sein, Arbeitssicherheit gewährleisten oder Erste-Hilfe-Kenntnisse haben und darüber hinaus perfekte technische Kenntnisse des ganzen Systems nachweisen.

Die CFE Techniker arbeiten mit mehreren Messgeräten, die einerseits den genauen Zustand der Technik und des Antennensystems auswerten, andererseits die Technik durch das vernetzen mit dem vorhandenen TK-Netz und das Testen aller erforderlichen Funktionen integrieren.

Die Integration in das TK-Netz im laufenden Betrieb wird mithilfe von speziellen Applikationen durchgeführt, durch die die richtige Einstellung der Datenbank und der Sendetechnologieparameter gesichert werden. Es handelt sich um Hunderte von Einstellungsparametern, die von unseren Technikern korrekt implementiert und getestet werden müssen. Wenn die Techniker auf ein Problem mit dem Übertragungsnetz stoßen, müssen Messgeräte eingesetzt werden, um die Richtigkeit und Stabilität der Übertragung vom Sender zur Zentrale und zurück zu prüfen. Mit diesen Geräten kann die Qualität der Drahtfasern, der optischen Fasern und auch die Richtigkeit der Übertragungsprotokolle kontrolliert werden. Die Techniker kommunizieren dabei mit der Überwachungszentrale des Netzbetreibers, der sich an der Parametereinstellung des Senders und der Zentrale beteiligt und gemeinsam bilden sie ein Team für die Integration ins Netz im laufenden Betrieb.



Nach der Vollendung der Installation gehört zu den wichtigsten Schritten die Messung des Antennenverteilers mit dem 2-Kanal Messgerät Site Master. In der benötigten Konfiguration kann es bis zu 15000€ kosten und man kann damit vielfältige Messungen des Signaldurchgangs von der Technik in Koaxialkabeln bis zur Antenne beziehungsweise zum Antennenverstärker TMA durchführen. Anhand dieser Messung kann man jegliche Störungen des ganzen Antennenverteilers, also des Feeders (Koaxialkabels), der Antenne, der Konnektoren und des Signals erkennen.

Anhand einer weiteren wichtigen Messung wird die Azimut-Einstellung der Antennen geprüft. Da eine Antenne meistens an einer Eisenkonstruktion angebracht ist und diese eine genaue Messung mit Standardgeräten wie z.B. mit einem Kompass physikalisch unmöglich macht, ist diese Messung sehr kompliziert. Mann muss mit Sondermethoden messen, die immer mit höheren Kosten verbunden sind. Die einzig genaue Azimut-Messung der Antenne kann mit einem GPS Kompass durchgeführt werden. Dieses Gerät hat einen Wert von 8000€ und besteht aus zwei sehr präzisen, mehr als 1 m voneinander entfernten GPS Sonden und einer Einheit zum Vergleich der Position dieser zwei Eingänge. Ein GPS Kompass kann so unabhängig von der Umgebung den genauen Azimut feststellen und von der Antenne aus kann mit seiner Hilfe die korrekte Richtung der Antenne geprüft oder eingestellt werden.



Ein perfekt eingerichteter Antennenverteiler und eine exakte Antenneneinstellung beeinträchtigen maßgeblich die Signalverbreitung im Terrain von der Antenne des Senders bis zum Mobilgerät und zurück. Entspricht die Signalverbreitung nicht genau den theoretischen Voraussetzungen der Planabteilung des Betreibers, hat dies eine negative Auswirkung auf den Endverbraucher. Das bedeutet mangelnde Signalabdeckung im jeweiligen Gebiet, Gesprächs- oder Datenübertragungsunterbrechungen, sog. Tastung oder andere Störungen, die zur Unzufriedenheit der Endverbraucher führen.

Störungen, die zu solchen Problemen führen, können unterschiedliche Ursachen haben. Sei es Fehler bei der Einrichtung des Antennenverteilers, inkorrekte Handhabung der Technik während Lagerung oder Transports vom Hersteller, Installation in unpassenden meteorologischen Bedingungen, unprofessionelle Montage, negative Auswirkung von Eisen auf den Standardkompass usw. Der gemeinsame Nenner dieser Störungen ist die Tatsache, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen und finden kann.



Aus diesem Grund ist es wichtig die oben genannte Technik zu besitzen und Facharbeiter haben, die sie richtig benutzen können. Vor allem ist aber wichtig, dass jeder Auswertung der Ergebnisse eine Korrektur oder ein Vorschlag zur Störungsbeseitigung folgt. Die Messung eines Verteilers kann bei einer komplexerer Konfiguration (2G/3G/LTE/TMA) auch ein bis zwei Tage dauern und wenn man zu dem Zeitaufwand die Kosten für den Kauf der Messgeräte berücksichtigt, stellt man fest, dass es sich um eine ziemlich kostenaufwendige Tätigkeit handelt. Obwohl sie nur als eine Aufzeichnung im zertifizierten Messprotokoll in den Abschlussunterlagen zu finden ist, handelt es sich dabei um einen sehr wichtigen, vielleicht sogar entscheidenden Bestandteil des gesamten Ausbauprozesses. Es kann aber sehr schnell passieren, dass diese wichtige Tätigkeit mit einem entscheidenden Einfluss auf den Endverbraucher eher übergangen und in den Preiskalkulationen nicht angemessen berücksichtigt wird. Wenn diese Kosten der Lieferant während der Kalkulation unterschätzt, kann dies zu gravierenden Schwierigkeiten führen, die nicht einfach zu lösen sind. Weniger zuverlässige Lieferanten können dann im Extremfall bei den Messprotokollaufzeichnungen gegen die Regeln verstoßen. Wenn der Kunde diese Messungen gar nicht verlangt, kommt es zu Störungen bei der Signalverbreitung. Beide Varianten haben einen negativen Einfluss auf den Endverbraucher und bestimmen oft entscheidende Unterschiede in der Netzqualität der jeweiligen Betreiber.

In allen Projekten der Firma BACKBONE werden diese Messungen vom Kunden verlangt. Firma BACKBONE beschäftigt neben fähigen Installationstechnikern, die viele dieser Messungen selbst durchführen und die Qualität ihrer Installation prüfen, auch ein ganzes Team von Field Engineers, die mit Geräten und Kenntnissen perfekt ausgestattet sind. Dank dessen kann die Firma BACKBONE auch im Bereich der Messung und Integration höchst professionell arbeiten, trägt zum ungestörten Telefonieren bei und garantiert, dass sich das Signal exakt so verbreitet, wie der Betreiber verlangt. Firma BACKBONE sorgt für die Zufriedenheit der Endkunden und hilft so einen guten Ruf des Netzbetreibers aufzubauen.